Mittwoch, 8. Juni 2016

Lappland & hej hej Suomi!

Nach einem Start mit fantastischem Wetter waren die letzten Tage eher "frisch", mit viel Regen, dann sogar Graupelschauer und minimal Schnee - und auch Wind kam auf, was wir gar nicht mehr gewohnt waren.

Obwohl die Spaziergänge aufgrund des Wetters etwas kürzer ausfielen als erhofft, hatte unser Nachwuchsgeologe wie immer überall etwas zu entdecken - wie hier auf dem Berg Levi:

Langsam aber sicher werden auch die Rentierbegegnungen - zumindest am Straßenrand - häufig, allerdings eines morgens direkt auf dem Campingplatz war doch sehr überraschend: :-)

Genau auf diesem Campingplatz war auch das erste Mal, dass ich mit Englisch nicht weiter kam: Die normale Rezeption war geschlossen und ein sympathisches älteres Ehepaar kümmerte sich um die einzigen Gäste: Uns! :-) Nach ca. zwei erfolglosen Minuten nach einer gemeinsamen Sprachbasis nach unser Ankunft, führte folgender Dialog zum Ergebnis: Sie: "Caravan?" - ich nickte - sie zeigte auf einen Kalender - ich zeigte welche Tage wir bleiben - sie schrieb eine Zahl auf ein Blatt Papier - kiitos - kiitos. Platz war aber sehr schön und Linda zauberte in der Küche:

Ein paar Rentiere später war es dann soweit: Die Grenze nach Schweden war erreicht...

Samstag, 4. Juni 2016

Rovaniemi und Polarkreis

Letzte Station auf der "Revival-Tour" ist Rovaniemi inklusive des naheliegenden Polarkreises.

In Rovaniemi hatten wir einen fantastischen Campingplatz: Dank Solarmodul auf dem Dach brauchen wir keinen Strom und können deshalb abseits der Standard-Plätze stehen:

Und zum Beispiel in Ruhe ein Eis essen: :-)

 

Weiteres Highlight für mich: Die nahe Eisenbahnbrücke hat so einige Highlights zu bieten (Nachtzüge(?), Holztransporte, militärischer Kram):

Dann noch ein kleines Rätsel, warum folgende Flaggen gehisst sind - ja es waren Gäste aus der Schweiz (kannten wir schon aus Oulu) und Norwegen (habe glaube noch nie zuvor ein Norwegisches Nummernschild gesehen) da, aber der Grund ist eher politisch:

Die Stadt an sich hat uns gefallen - zwei kleine Highlights:

Ein Angry Birds Spielplatz (sogar Mülleimer in Vogel- oder Schweineform):

Der Lordi-Square, benannt nach der Band, die als letztes für Finnland den Grand Prix gewonnen hat (hatten interessante Kostüme) und deren Sänger aus Rovaniemi stammt:

Etwas stadtauswärts überschreitet man dann den Polarkreis. Da in einer Abstimmung in Finnland festgestellt wurde, dass genau hier der Weihnachtsmann lebt, kommen tausende Besucher im Jahr hierher. Es ist schon arg kommerziell, aber irgendwie ließen auch wir uns etwas von der Weihnachtsstimmung anstecken... :-/ (hätte ich gewusst wieviele Fotos wir dort machen, hätte ich noch etwas anderes als mein Autofahroutfit angezogen :-) ):

Nachdem wir dann doch genug vom Weihnachtsstress inklusive Deutscher und Französischer Busreisegruppen hatten, hatte ich noch einen Trumpf im Ärmel: 2014 war ich zweimal an einem kleinen See 10km entfernt: In der Nacht zum Polarlichter anschauen und am Tag zum anschauen wie es aussieht und einen Geocache zu finden - bis dato war das der nördlichste Ort, den ich je betreten hatte - da ich mich an eine Grillhütte erinnerte, ging es mit Grillwürstchen zum Mittagessen dorthin: :-)

Freitag, 3. Juni 2016

Ranua (Zoo)

Auf der Weiterfahrt nach Ranua gab es schon die ersten Begegnungen mit Rentieren - zuerst zwei brav am Straßenrand, dann eines, welches unbedingt auf die Straße wollte... Fotos konnten wir in den Situationen nicht machen, aber dafür umso mehr beim Zoobesuch in Ranua am nächsten Tag:

Das Wetter war zuerst nicht so berauschend, aber kaum waren wir im Zoo, gab es strahlenden Sonnenschein.

Hielt wohl einige vom Zoobesuch ab, denn in ca. 3h trafen wir etwa 10-15 andere Menschen (darunter eine 8-köpfige Pfadfindergruppe).

Der Kleine betrachtete die lokale Tierwelt die meiste Zeit aus seinem Wagen - kommentierte einige Tiere mit den Geräuschen, welche er von den Tieren erwartete (meistens "mmm", aber beim Fuchs klang es sehr realistisch):

 Aber wie derzeit üblich, ist es dann irgendwann am interessantesten, die Steine auf dem Boden zu begutachten:

 

Ansonsten sitzt er weiterhin gern auf dem Puky, damit es mit dem vorwärts kommen was wird, müssen wir aber noch fleißig üben: :-)

Mittwoch, 1. Juni 2016

Oulu (inkl. Nallikari & Liminka)

Vor gut zwei Jahren war ich schon einmal von der Arbeit hier (Oulu, Ranua und Rovaniemi "mit dem Smart zum Polarkreis" :-) ), allerdings bei etwas kühleren Temperaturen - Fotos hier (gefühlt das vorletzte Mal, dass ich auf Facebook gepostet habe):

https://m.facebook.com/profile.php?id=100000187087241#!/thomas.hille.56/albums/861441880538707/

Nun also mit Kind und Kegel und bei, für Oulu, unglaublichen Temperaturen:

Als besonderes Highlight gab es zwei Treffen mit Mari (vielen, lieben Dank nochmal für die Gastfreundschaft!! :-) ) - unter anderem mit obligatorischen Makkara-Grillen:

(c) Mari :-)

Sonstige kulinarik beim besten Burger Finnlands - dem Kleinen hat Lindas Burger auch sehr gut geschmeckt (Zeigen, was er möchte klappt wie Ihr seht mittlerweile sehr gut):

Im allgemeinen passen sich unsere Geschmacksorgane immer mehr dem finnischen Standard an: ansonsten ist meine Bestellung eines Himbeer-Lakritz-Eises nicht nachvollziehbar - hat aber sehr gut geschmeckt. :-)

Den Stadtstrand nutzte der Kleine dann für Yogaübungen und etwas Geocaching: :-)

Ein kitschiger Sonnenuntergang durfte natürlich auch nicht fehlen (leider mit etwa 10 Mückenstichen pro Minute):

Noch eine schöne Erfahrung in der Stadt, die uns auch diesmal sehr gut gefallen hat: Mit Kleinkind darf eine Person umsonst Bus fahren - zumindest wenn wir den Busfahrer richtig verstanden haben - falls nicht, haben wir es trotzdem gemacht. :-)

 

Samstag, 28. Mai 2016

Nachtcaching bzw. Auringonlasku-Caching

Das letzte Mal richtig draußen dunkel hatten wir auf der Fähre, seither sind die Nächte zumindest so hell, dass wir uns fragen, warum wir Stirnlampen und Kerzen mitgenommen haben...

Als gestern Abend der Rest der Familie schon schlief, machte ich mich um etwa 22:30 auf zu einem Nachtcache der besonderen bzw. nächtlichen Art.

Kurze Einführung für nicht-Geocacher: Irgendwelche Leute verstecken mehr oder weniger große Kisten auf der ganzen Welt (derzeit über 2 Millionen von Villingen-Schwenningen bis Auckland) und andere versuchen eben diese Anhand von im Internet veröffentlichten Koordinaten zu finden. Es gibt allerlei besondere Arten, beispielsweise Nacht-Caches, bei welchen man mit Taschenlampen Reflektoren folgt, aber hier war es wie geschrieben nicht wirklich dunkel, also: Vom Campingplatz einen guten Kilometer durch typisch finnische Landschaft: Wald und Wasser - klingt natürlich nicht sehr spektakulär, glaube aber mit dem ca. zweistündigem Sonnenuntergang (die Sonne schleicht den Horizont entlang...) sind ein paar schöne Handy-Schnappschüsse entstanden:

 

Es gibt hier übrigens auch einige Caches, welche auf kleinen Inseln liegen und somit im Sommer per Boot und im Winter per Schneemobil erreicht werden können - naja, vielleicht beim nächsten Besuch! :-)

Ach ja: Noch ein Witz-Kaputtmacher zum Abschluss - kennt Ihr den:

Frage des Witzerzählers: Was heißt Sonnenuntergang auf Finnisch?

Erwartete Antwort, entweder "keine Ahnung" oder "höhö, Helsinki!" - richtige aber garantiert unerwartete Antwort: "Auringonlasku"! :-)

A propos: Was "Ripuli" heißt, verrate ich nicht, aber ich empfehle wärmstens folgendes: https://m.youtube.com/watch?list=PLDw3T4k3eQ-TXJdTrmACiAZxZSvTHWcFp&v=BWYHfjMIY8w

In diesem Sinne: Gute Nacht - es ist 0:20, man kann draußen ohne Licht noch problemlos lesen, aber um 1:55 geht schon wieder die Sonne auf... Und irgendwann sollte man doch mal schlafen! :-)

 

Manamansalo (diep-die-di-di-dipp)

Nächste Etappe: Die Insel Manamansalo - unsere erste Unterkunft auf einer (wenn auch großen) Insel auf dieser Reise. Die philosophischen Auto-Diskussionen endeten mit dem Fazit, dass wir auf der Erde eigentlich immer auf großen Inseln sind... Ihr seht, unsere Geiste(r?) nähern sich schon dem Nirvana.

Zurück zum weltlichen: Wetter: Besser (heute ca. 20 Sonnenstunden - keine Übertreibung); Mücken: Man gewöhnt sich so langsam und hier kommen sie nur Abends, da kann man sich mit arrangieren. Ansonsten gewohntes Paradies.

Strandkrabbeleien:

 

 

Sonnenuntergang aus dem Camper (hätten auch direkt am Wasser stehen können, aber mit dem Kleinen ist Wald besser):

Und jetzt wo man nach draußen kann gibt es sogar Lego/Duplo im Aufenthaltsraum! :-)

Freitag, 27. Mai 2016

Koli

Heute ging es zur finnischen Landschaft schlechthin: nach Koli

Vom Parkplatz ist es nur ein kleiner Spaziergang, mit einem kurzen Abschnitt in einer Art Standseilbahn, in welcher wir von einem pensionierten, finnischen Lehrer (mit Deutsch-Grundkenntnissen, Dank jährlichem Schüleraustausch mit Köln) zunächst herzlich begrüßt wurden und er uns dann sogleich stolz die Aussicht auf den See präsentierte. :-)

Das weiße auf dem letzten Bild ist übrigens Schnee. :-)